Kategorie: Outlook

  • Outlook-Challenge: Schaffst du eine Mail ohne Maus?

    Outlook-Challenge: Schaffst du eine Mail ohne Maus?

    Heute eine kleine Herausforderung aus dem Büroalltag, die zunächst ziemlich banal klingt, aber im Alltag erstaunlich selten passiert: eine E-Mail schreiben und versenden, ohne die Maus zu benutzen. Also wirklich komplett ohne Maus. Sie bleibt einfach liegen, irgendwo rechts neben der Tastatur, und man fasst sie nicht an.

    Wenn ich mir selbst im Büro zuschaue, merke ich nämlich, wie automatisch ich zur Maus greife. Neue Mail öffnen – klick. In das Adressfeld gehen – klick. In den Betreff springen – klick. Und irgendwann wird wieder gescrollt, verschoben und noch einmal geklickt. Dabei liegt die ganze Zeit die Tastatur direkt vor mir und könnte vieles davon eigentlich genauso gut erledigen.

    Also habe ich mir eine kleine Aufgaben gestellt: eine ganz normale Mail schreiben, nur mit der Tastatur.

    Vorbereitung: Kleine Helfer, große Wirkung

    Bevor ich anfange, richte ich mir ein paar Dinge so ein, dass alles auch ohne Maus bequem funktioniert. Die wichtigsten Helfer im Alltag sind:

    • Autokorrektur für typische Anreden
    • Autotexte
    • Der Editor für Korrekturen

    Alles liegt im Schnellzugriff von Outlook. Der Vorteil ist simpel: Alles, was dort liegt, lässt sich direkt über die Tastatur auswählen. Mit Alt blendet Outlook über jedem Symbol eine kleine Zahl ein – und dann reicht ein Tastendruck.

    Mein Autotext-Menü öffne ich zum Beispiel über Alt + 6, und den Editor für Korrekturen habe ich auf Alt + 7 gelegt. Für typische Anreden nutze ich Kürzel über die Autokorrektur, etwa „sgh“ für „Sehr geehrter Herr …“ oder „sgf“ für „Sehr geehrte Frau …“.

    Die Signatur ist bei mir standardmäßig eingefügt. Wenn ich sie ändern möchte, mache ich das über die Kontextmenü‑Taste(*) rechts neben der rechten Windows‑Taste. Einmal drücken, Signatur auswählen, fertig – komplett ohne Maus.

    Die eigentliche Challenge

    Sobald alles eingerichtet ist, fühlt sich das Schreiben plötzlich erstaunlich leicht an – fast so, als würde Outlook kurz in einen kleinen Tastatur‑Flow wechseln.

    • Strg + N – neue Mail öffnen
    • Empfänger eintippen
    • Tab – zum Betreff springen
    • Betreff schreiben
    • Tab – ins Textfeld
    • Text schreiben oder Autotext über Alt + 6 einfügen
    • Signatur bei Bedarf über die Kontextmenü‑Taste ändern
    • Editor für Korrekturen über Alt + 7 öffnen (optional)
    • Strg + Enter – Mail senden

    Und die Maus durfte die ganze Zeit einfach liegen bleiben.

    Bonus: Entspannung für Hände und Gelenke

    Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Hände und Gelenke entspannen sich ein bisschen, weil sie nicht ständig zwischen Maus und Tastatur hin- und herwechseln müssen. Plötzlich ist auch die linke Hand ein bisschen aktiver, weil viele Tastenkombinationen aus beiden Händen bestehen – genug Bewegung, um der Maus eine kleine Pause zu gönnen.

    Faktencheck: Zeitersparnis im Jahr

    Nehmen wir mal an, pro Mail gehen etwa 5 Sekunden verloren – nicht nur, weil die Maus hin‑ und herbewegt wird, sondern auch, weil die Hände jedes Mal von der Tastatur zur Maus und wieder zurück wandern. Diese kleinen Unterbrechungen fühlen sich kaum der Rede wert an, aber sie summieren sich erstaunlich schnell.

    • 20 Mails pro Tag × 5 Sekunden = 100 Sekunden pro Tag
    • 200 Arbeitstage pro Jahr × 100 Sekunden = 20.000 Sekunden pro Jahr
    • 20.000 Sekunden ÷ 60 ≈ 333 Minuten = über 5 Stunden pro Jahr

    Ein kleines Tastatur‑Experiment, das sich über das Jahr hinweg ganz nebenbei in fast einen ganzen Arbeitstag verwandelt. Nur weil die Maus einmal Pause hatte – und irgendwo daneben ein kleines Entchen sitzt und zufrieden quakt: „Siehst du? Geht doch auch ohne sie.“

    (*) Falls dein Laptop keine Kontextmenü‑Taste mehr hat (die Hersteller haben sie heimlich in Rente geschickt), gibt’s den offiziellen Ersatz:

    Shift + F10

  • Gute Anwender klicken weniger – und drücken öfter Tasten

    Gute Anwender klicken weniger – und drücken öfter Tasten

    STRG + C und STRG + V kennt jeder. Copy & Paste gehört zum digitalen Alltag und funktioniert in fast jedem Programm gleich. Wirklich geübte Anwender erkennt man jedoch oft an etwas anderem: Sie arbeiten regelmäßig mit Tastenkürzeln.

    Das hat nichts mit Angeberei zu tun. Tastenkürzel sparen Zeit, reduzieren unnötige Mausbewegungen und sorgen dafür, dass der Arbeitsfluss ruhiger bleibt. Viele Aufgaben am Computer wiederholen sich täglich. Wenn man dafür kleine Abkürzungen kennt, wird die Arbeit mit der Zeit spürbar flüssiger.

    Viele Funktionen lassen sich natürlich bequem über Menüs oder mit der Maus auswählen. Das funktioniert zuverlässig und ist für viele Aufgaben völlig ausreichend. Wenn du jedoch immer wieder die gleichen Schritte ausführst, entstehen im Laufe eines Tages sehr viele Mausbewegungen. Tastenkombinationen können hier helfen, schneller zu arbeiten und gleichzeitig Hand und Sehnen zu entlasten.

    Ein häufiger Fehler beim Lernen von Tastenkürzeln ist allerdings eine ganz andere Methode. Manche drucken sich eine große Liste mit fünfzig oder mehr Tastenkombinationen aus und legen sie neben die Tastatur. Die Idee dahinter ist verständlich, in der Praxis funktioniert sie aber selten gut.

    Denn jedes Mal muss man zuerst auf die Liste schauen, dann das passende Kürzel suchen und anschließend überlegen, welche Tasten man drücken muss. Das unterbricht den Arbeitsfluss und wird schnell mühsam. Nach ein paar Tagen liegt das Blatt meistens nur noch neben der Tastatur, ohne wirklich benutzt zu werden.

    Deutlich besser funktioniert ein kleiner und einfacher Ansatz. Wähle dir zunächst nur fünf Tastenkürzel, die du wirklich regelmäßig brauchst. Nutze diese eine Woche lang ganz bewusst, auch wenn du kurz überlegen musst. Nach einigen Tagen greifen die Finger automatisch zu den richtigen Tasten.

    Erst wenn diese Kombinationen selbstverständlich geworden sind, nimmst du das nächste Kürzel dazu. Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt ein kleines Repertoire, das du ohne Nachdenken einsetzen kannst.

    Ein besonders gutes Trainingsfeld dafür ist Outlook, weil es für viele Menschen eines der meistgenutzten Programme im Arbeitsalltag ist. Gerade hier wiederholen sich viele Aktionen immer wieder, zum Beispiel Antworten, neue Nachrichten erstellen oder eine Mail versenden.

    Ein paar einfache Kürzel reichen schon, um im Alltag deutlich flüssiger zu arbeiten.

    STRG + R
    Antwort auf eine E-Mail

    STRG + N
    Neue E-Mail erstellen

    STRG + SHIFT + I
    Zum Posteingang wechseln

    STRG + K (*)
    Link einfügen

    ALT + S
    E-Mail senden

    STRG + ENTER
    E-Mail senden (Alternative)

    Diese Aktionen kommen im Alltag sehr häufig vor. Wenn man sie mit der Tastatur ausführt, spart man jedes Mal ein paar Sekunden und behält gleichzeitig den Fokus auf dem, was man gerade schreibt oder liest.

    Gute Anwender arbeiten nicht nur schneller, sondern oft auch entspannter. Ein paar sinnvolle Tastenkürzel reichen schon aus, um jeden Tag viele Klicks zu sparen und gleichzeitig den Arbeitsfluss angenehm ruhig zu halten. Mit der Zeit merkt man dann, dass Programme wie Outlook sich ein Stück leichter bedienen lassen – und genau das ist eigentlich der ganze Zweck dieser kleinen Abkürzungen.

    (*) Dieses Kürzel benötige ich persönlich oft.